KG Spass am Karneval

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Unser neues Dreigestirn wurde Proklamiert! Wir wünschen Prinz Heidi I., Bauer Björn und Jungfrau Florentine eine tolle Session.

 

Der Sternenstaubhimmel von „Cat Ballou"

Auf dem Weg zur Overather Prinzenproklamation quatscht „Cat Ballou" über die Bestandteile von Gold

Foto: Julia Bauer / www.butterfliege-fotografie.de / www.dreigestirn-2018.de


Ich stehe mit Jörg und Alexander an der Eingangstür - um uns herum ziehen die ersten Jecken in die Aula des Schulzentrums. In wenigen Minuten beginnt die Prinzenproklamation in Overath. Jörg trägt das blaue Vereins-T-Shirt der „KG Spass am Karneval" - begrüßt fast jeden mit Handschlag. Alexander passt mit seinem hellgrauen Anzug und den glänzenden Lederschuhen überhaupt nicht ins Bild. Jedes Glas Bier, das ihm angeboten wird, lehnt er höflich ab. Alexander muss einen klaren Kopf behalten, denn er ist gemeinsam mit Jörg dafür verantwortlich, dass heute jeder Künstler pünktlich auf die Bühne geht. Jörg macht das ehrenamtlich für den Overather Karnevalsverein - Alexander kommt von einer professionellen Agentur. Beide möchten, dass heute alles glatt läuft.
Um den ersten Auftritt müssen sie sich aber keine Gedanken machen. Pünktlich um 19 Uhr trifft das neue Dreigestirn im Foyer der Aula ein. Selbst Jungfrau Florentine (Dirk Schmitz), die nach eigener Aussage für Chaos bekannt ist, hat heute alles im Griff. Nachdem sie beim ersten Treffen des Schmölzchens am 11.11. das ein oder andere Accessoire vergessen hat und damit die erste rote Karte der Session einstecken musste, ist sie heute vollständig angezogen.
Bei Bauer Björn (Tenten) erkenne ich die Vorfreude in seinen glänzenden Augen. Für ihn sei es heute etwas ganz Besonderes, gemeinsam mit Prinz und Jungfrau als Letzter in den Saal einzuziehen, während er sonst als Herold oft vorneweg einmarschieren musste. Wenn er heute in den Saal kommt, ist das Publikum sicher schon ordentlich angeheizt.
Und dann beginnt der Tambourcorps zu spielen. „Attacke", höre ich plötzlich Prinz Heidi I. (Bernhard Heider) schreien. „Wir rocken das Ding!"
Das Schmölzchen zieht durch das feiernde Publikum und während der Herold schon auf der Bühne angekommen ist, manövriert Björn gerade erst seinen mit Federn geschmückten Hut durch die Eingangstür. Und dann gibt's Arbeit für Alexander: Die „Funky Marys" - die Sängerinnen, die in Overath als erste auf die Bühne sollten, können nicht pünktlich da sein. Eine halbe Stunde Leerlauf wäre nicht gut für die Stimmung im Saal. Aber Alexander schafft es, Guido Cantz früher in die Aula zu holen.
Während Guido von der Bühne aus alte Bekannte im Publikum erkennt, machen sich im Foyer nun endlich die „Funky Marys" bereit. Und nach ihrem Auftritt darf ich dank des Einflusses von Alexander kurz mit in den Tourbus der Mädels klettern - ich will wissen, was sie vom Overather Karneval halten. „Du bist zwei Minuten zu spät in den Bus gekommen", kichern mir die Mädels entgegen. „Wir haben gerade noch gesagt, dass ihr ein supersympathisches Dreigestirn habt - die haben uns richtig angestrahlt, waren aufmerksam und haben sich richtig gefreut." Freuen tut sich unser Dreigestirn auch über die tanzenden „Teichgirls" und den Redner Martin Schopps.
Und dann wird Alexander wieder unruhig. In weniger als 15 Minuten soll „Cat Ballou" auf der Bühne stehen, aber die Jungs sind noch nicht da. Ich gehe mit ihm nach draußen. Er wählt die Nummer von Dominik Schönenborn, dem Keyboarder der Band. „Wir sind schon unter der Unterführung durch", beruhigt Dominik Alexander. Und eine Minute später steht der schwarze Tourbus der Band vor der Aula. Ich bin ein bisschen nervös, denn die vier sind mein persönliches Highlight heute Abend. Trotzdem traue ich mich auch hier zu fragen: Was verbindet eigentlich „Cat Ballou" mit dem Overather Karneval? Dominik muss nicht lange überlegen - er habe hier selbst mal auf der Damensitzung gekellnert. Überhaupt hätte er einen emotionalen Bezug zu Overath: „Ich habe hier Fußball gespielt, der Trainer war einer meiner Kumpels." Als er ins Foyer der Aula geht, verquatscht er sich sofort mit alten Bekannten. Auch Sänger Oliver Niesen ist Overath nicht fremd: „Wir sind hier um die Ecke früher skaten gewesen."
Nach Overath zu fahren, müsste für die Jungs ja dann eigentlich ein bisschen wie Nachhausekommen sein. Worüber quatscht also „Cat Ballou", wenn sie auf dem Weg zur Overather Prinzenproklamation sind? „Wir haben uns über die Bestandteile von Gold unterhalten", erzählt mir Dominik. „Wusstest du, dass es aus Sternenstaub besteht?" Mit dieser Antwort habe ich weiß Gott nicht gerechnet und bin noch hingerissener als sonst, als die Band den Saal mit „Et jitt kei Wood" sentimental werden lässt.
Danach halten die „Paveier" die Stimmung. Besonders viel Zeit nehmen sich aber am Ende „De Veedelsjunge", die von den Overather Jecken zurecht gefeiert werden. Stefan Schumacher und Dirk Sauer schaffen es sogar, mich aus meinem Sternenstaubhimmel zu holen. (Daria Bücheler)